Unternehmensnachfolge ohne Familienmitglied – wie habt ihr das gelöst?

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  • #1045
    Jan Bauer
    Moderator

    Mein Vater betreibt seit fast 30 Jahren einen mittelgroßen Handwerksbetrieb, und es wird langsam Zeit, das Thema Nachfolge anzugehen. Problem ist: keines seiner Kinder will den Betrieb übernehmen, ich eingeschlossen. Er möchte aber nicht einfach zumachen, die Mitarbeiter hängen alle dran.

    Hat hier jemand Erfahrung damit, wie man sowas angeht wenn kein Familiennachfolger da ist? Verkauf an externe, Management-Buyout oder was ganz anderes? Ich steh da gerade ziemlich auf dem Schlauch und weiß nicht mal wo ich anfangen soll.

    #1046
    annisromo331
    Teilnehmer

    Das ist eine klassische Situation, die gar nicht so selten vorkommt. Management-Buyout ist tatsächlich eine echte Option, also wenn leitende Mitarbeiter den Betrieb übernehmen wollen – gerade in Handwerksbetrieben wo es langjährige Meister gibt, klappt das manchmal erstaunlich gut.

    Ansonsten gibt’s auch strategische Käufer, also andere Unternehmen aus der Branche die wachsen wollen. Wichtig ist jedenfalls frühzeitig anzufangen, so ein Prozess zieht sich oft 1-2 Jahre hin. Und steuerlich sollte man das sowieso gut vorbereiten.

    #1047
    inezgowing8577
    Teilnehmer

    Bei uns war das vor ein paar Jahren ähnlich – meine Mutter wollte ihre Agentur übergeben, kein familiärer Nachfolger in Sicht. Wir haben dann professionelle Hilfe geholt, weil man da alleine schnell den Überblick verliert (Bewertung, Käufersuche, Vertragsverhandlungen… das ist echt viel).

    Wir haben damals gute Erfahrungen gemacht mit einer M&A Beratung, die sich speziell auf solche Transaktionen im mittelständischen Bereich spezialisiert hat. Die haben den ganzen Prozess begleitet und auch bei der Käufersuche aktiv geholfen. Ohne sowas hätten wir das nie so geordnet hingekriegt.

    #1048
    lawerencebarrett
    Teilnehmer

    Noch ein Tipp aus eigener Beobachtung: schau auch mal ob es in eurer Region Nachfolgebörsen gibt, z.B. über die Handwerkskammer oder IHK. Die haben oft Datenbanken wo Kaufinteressenten und Verkäufer zusammengebracht werden, kostenlos und unverbindlich. Ist manchmal ein guter erster Schritt bevor man in teurere Beratung investiert.

    Und wie gesagt, Zeit lassen ist wichtig. Dein Vater sollte auf keinen Fall unter Druck verkaufen müssen.

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