KI und Digitalisierung im Mittelstand – wo fängt man an?

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  • #909
    Jan Bauer
    Moderator

    Hallo zusammen, ich bin Geschäftsführer eines kleinen Handwerksbetriebs (ca. 25 Mitarbeiter) und merke, dass wir beim Thema Digitalisierung und KI irgendwie den Anschluss verlieren. Überall liest man davon, aber konkret weiß ich nicht wo ich anfangen soll. Buchhaltung, Angebotserstellung, Kundenkommunikation – da steckt sicher Potenzial, aber ich hab weder Zeit noch Budget für endlose Experimente. Hat jemand Erfahrungen gemacht, wie man das sinnvoll angeht? Externe Beratung geholt, selbst probiert, oder wie? Wäre dankbar für ehrliche Einschätzungen aus der Praxis.

    #910
    DokuDaniel
    Teilnehmer

    Das kenn ich, wir haben einen ähnlichen Betrieb (Gebäudetechnik, 18 Leute) und standen vor genau demselben Problem. Mein Rat: fang klein an und schau, wo der meiste manuelle Aufwand liegt. Bei uns war das die Angebotserstellung – da haben wir als erstes eine KI-gestützte Vorlage eingeführt und sparen jetzt locker ne Stunde pro Angebot. Wichtig ist, dass du nicht versucht alles auf einmal umzustellen. Ein Bereich, testen, anpassen, dann weiter. Und die Mitarbeiter früh einbinden, sonst gibt’s Widerstand.

    #911
    brandenkump2
    Teilnehmer

    Ich würde auch sagen, externe Unterstützung kann sich lohnen wenn man selbst nicht die Kapazitäten hat, sich da reinzufuchsen. Ich hab bei die KI Agentur gute Erfahrungen gemacht – die haben sich unsere Abläufe angeschaut und dann konkrete Vorschläge gemacht, ohne sofort riesige Projekte draus zu machen. Kein Aufschwatzen von irgendwas, war angenehm pragmatisch. Ansonsten stimme ich DokuDaniel zu: lieber erstmal einen Prozess nehmen der wirklich wehtut und da ansetzen, als mit einer Generaldigitalisierung anzufangen die dann im Sand verläuft.

    #912
    gretayard6
    Teilnehmer

    Aus eigener Erfahrung: gerade im Handwerk unterschätzen viele wie viel allein mit simplen Tools schon geht. ChatGPT für Texte, automatische Terminerinnerungen per WhatsApp-API, digitale Stundenzettel – das muss nicht teuer sein. Aber wenn ihr wirklich Prozesse neu denken wollt (also nicht nur digitalisieren sondern auch optimieren), dann ist externe Beratung tatsächlich sinnvoll. Habt ihr schon mal einen konkreten Schmerzpunkt identifiziert wo ihr sagt „da verlieren wir am meisten Zeit“? Das wäre der erste Schritt den ich empfehlen würde bevor man überhaupt mit irgendwem redet.

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