Finanzplanung erstes Geschäftsjahr – wie realistisch plant ihr das?

Startseite › Foren › Rund ums Forum › Feedback & Technik › Finanzplanung erstes Geschäftsjahr – wie realistisch plant ihr das?

  • Dieses Thema hat 3 Antworten sowie 4 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 1 Monat von jmKique aktualisiert.
Ansicht von 4 Beiträgen – 1 bis 4 (von insgesamt 4)
  • Autor
    Beiträge
  • #966
    annisromo331
    Teilnehmer

    Hey, ich steh gerade vor der Gründung meiner kleinen Agentur und versuche einen Finanzplan fürs erste Jahr aufzustellen. Nur: ich hab keine Ahnung wie realistisch ich sein soll. Rechne ich zu optimistisch, hab ich ein Problem – zu pessimistisch und ich traue mich vielleicht gar nicht erst zu starten.

    Wie habt ihr das gemacht? Habt ihr euch an irgendwelche Faustformeln gehalten (z.B. 6 Monate Puffer), oder einfach geschaut was reinkommt? Und wie weit lagen eure ersten Planungen am Ende vom tatsächlichen Ergebnis entfernt? Bin für jeden ehrlichen Erfahrungsbericht dankbar.

    #967
    Jan Bauer
    Moderator

    Ich hab damals ähnlich gezweifelt. Mein Tipp: lieber konservativ planen, also Einnahmen eher tief ansetzen und Ausgaben realistisch bis leicht großzügig. Im ersten Jahr läuft fast nie alles nach Plan – Kunden zahlen später als erwartet, unvorhergesehene Kosten tauchen auf usw.

    Was mir geholfen hat: Szenarien durchrechnen. Best Case, Worst Case und ein mittleres Szenario. Dann weißt du wenigstens bei welchem Punkt es eng wird und kannst früh gegensteuern. Und den Puffer würde ich nicht unter 4-6 Monate ansetzen, lieber mehr wenn möglich.

    #968
    LewisChida
    Teilnehmer

    Kann Jan nur zustimmen mit dem Szenarien-Ansatz. Ich hab außerdem gemerkt dass man gerade am Anfang die Nebenkosten krass unterschätzt – Steuerberater, Versicherungen, Software-Abos, das summiert sich schneller als man denkt.

    Für die Struktur des Plans selbst hab ich mich damals bei digitality.gmbh umgeschaut, die hatten ganz brauchbare Hinweise wie man das aufbaut, speziell für kleinere Agenturen und Freelancer. Kein Ersatz für einen echten Steuerberater natürlich, aber als Orientierung war das hilfreich.

    Ansonsten: bleib realistisch, nicht pessimistisch. Du musst ja auch irgendwie motiviert bleiben 😄

    #969
    jmKique
    Teilnehmer

    Noch ein Punkt den ich wichtig finde: plant auch euren eigenen Unternehmerlohn explizit ein. Viele Gründer lassen sich selbst einfach weg aus dem Plan und wundern sich dann warum privat nichts mehr da ist obwohl die Firma läuft.

    Und was den Zeitrahmen angeht – ich würde wirklich nicht unter 18 Monate planen. Das erste Jahr ist oft noch Anlaufzeit, echte Stabilität kommt meist erst danach.

Ansicht von 4 Beiträgen – 1 bis 4 (von insgesamt 4)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.